Apollomedia | Das Dilemma mit dem Begriff „Public-Relation“ im Internet
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Das Dilemma mit dem Begriff „Public-Relation“ im Internet

Das Dilemma mit dem Begriff „Public-Relation“ im Internet

Es war eine diese eher unaufgeregten Redaktionsbesprechungen für das Portal www.kulinarium-austria.at. Zahlreiche Themen waren zur Ansicht und Bewertung am Tisch und dann erreichte uns noch eine „Presseaussendung“ eines Großhändlers aus der Bundeshauptstadt. Man bietet uns einen sensationellen Artikel über ein noch sensationelleres Getränk an – es handelt sich um die siebenhunderste Auflage eines Energy-Drinks (ohne Bullen). Dieses Getränkt hat „keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe, wurde von einem indischen Guru jahrelang getestet, ist auf rein natürlicher Basis, hat aber etwas von der Koka-Staude – aber rein biologisch“. Also alles wahnsinnig toll – und wenn wir das nicht verstehen, dann versteht die PR-Agentur dieses Unternehmens die Welt nicht mehr.
Also um es abzukürzen – wir veröffentlichen es nicht! Denn wenn wir schon kein Geld dafür bekommen (Werbung, Promotion!), so wollen wir doch unseren hart erkämpften Usern/Leser einen Mehrwert an Information bieten.

Zudem wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir genau von diesem Unternehmen schon des öfteren derartige nichtssagende Pressemitteilungen erhalten haben. Einige Tage vorher war es ein sensationelles Event bei dem ein neues Lokal mit mindestens 40 Sitzplätzen vorgestellt wurde und wieder vorher war es die sensationelle Neuvorstellung eines noch nie dagewesenen Sirups aus einer Blüte aus dem Amazonas-Becken. Jedenfalls hat die PR-Agentur alle Hände voll zu tun – und verkauft sich sehr gut. Sie arbeitet nicht gratis aber umsonst!

Die Frage ist, warum sich die PR-Agentur und/oder das Unternehmen denkt, dass wir das auf unserem Special-Interest-Portal veröffentlichen sollen? Weil Onlinemedien „eh alles“ veröffentlichen sollten und es eh nix kostet? Oder weil sie es aus der Vergangenheit so gewöhnt sind? Ja – es gab die Zeiten in welchem man derartige Artikel an diverse Zeitungen, Gratis-Blättchen, C-,D- & F-Printmedien verschickt hat, und diese Meldungen als „Platzfüller“ auch abgedruckt wurden. Die Agentur musste nichts belegen und beweisen  – außer dass es eben irgendwo mit einer bestimmten Auflage abgedruckt wurde. Und dem nachfolgenden Anruf des Anzeigenverkäufers trat man tapfer mit der Ausrede entgegen, „dass man erst nächstes Jahr wieder ein Budget hat – aber dann ganz sicher an das Blättchen denken wird“.
Aber es kann auch sein, dass der Grund, dass sich der PR-Berater denkt, das gehört ins Internet, weil er seinem Kunden mitgeteilt hat, dass dieser Artikel dann mehr Traffic auf seine Website bringt – ganz von selbst und wie von Zauberhand geführt

Der blanke Horror:

Stellen Sie sich vor der Artikel erscheint auf einem Portal mit ca. 30.000 Unique-Usern monatlich. Auf dem Portal gibt es ca. 1.500 Artikel – natürlich nicht alles „Top-Themen“. Gehen wir weiters davon aus, dass von den 30.000 Besuchern die Hälfte nicht alle Artikel liest und inzwischen „Werbung“ erkennt, bleiben 15.000 User die sich auf über 1.000 Artikel verteilen. Die übliche Klickrate liegt bei ca. 1-2 % bei redaktionellen Beiträgen mit einer Verweildauer zwischen 2 – 4 Minuten. Alles klar?

Professionelles Online-PR funktioniert! Professionell & anders!
Natürlich können Sie weiterhin Online-PR sinnvoll betreiben. Nicht sinnvoll sind dabei so Ratschläge wie „nutzen Sie QR Codes in Artikeln“ oder ähnlicher Unsinn, wie ihn reine PR-Dienstleister ohne ausreichend Web Know-How verbreiten. Nur braucht es dazu eine Agentur, die Ahnung vom Web und PR und seinen Mechanismen hat und nicht Pressemitteilungen für Websites verschleudert. Im Zentrum sollte entweder Ihre Website mit einem guten Artikel oder als Alternative eine Website mit ausschließlich Unique Content stehen, auf der Ihr Thema für den User durchaus aufwändig mit Bildern und Video aufbereitet wird. Und auf den EINEN Artikel können Sie mittels unzähliger Methoden im Web-Markt aufmerksam machen. Dazu gehören z.B. die Methoden der Content-Ads, Content Promotion, Social Media PR und viele mehr. Aber eben nicht durch das Verfassen … na, Sie wissen jetzt schon.

Wer im Web mit Content zur Marke werden will, darf nur guten, relevanten „Unique-Content“ veröffentlichen! Aus! Basta! Keine Diskussion!